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PKV in der Gründungsphase: Wie sicherst du dich bei schwankendem Einkommen ab?

Symbolbild zum Ratgeber PKV in der Gründungsphase

Der PKV-Beitrag orientiert sich an deinem Eintrittsalter, deinem Gesundheitszustand und dem gewählten Tarif, nicht an deinem aktuellen Einkommen. Für Gründer ist das zunächst ungewohnt, denn während die GKV den Beitrag am schwankenden Gewinn ausrichtet, bleibt die PKV-Prämie über die Monate hinweg konstant. Das kann in guten Monaten ein Vorteil sein und in schwachen Monaten eine Belastung, wenn du dich nicht vorbereitest. Neben dem PKV-Beitrag lohnt sich für Gründer deshalb auch ein Blick auf ein Krankentagegeld, das dich bei eigener Arbeitsunfähigkeit für den ausbleibenden Umsatz entschädigt, bei PKV mit System denken wir diese Lücke von Anfang an mit.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der PKV-Beitrag hängt von Alter, Gesundheit und Tarif ab, nicht von deinem aktuellen Einkommen.
  • Einsteigertarife orientieren sich am Leistungsniveau der GKV und lassen sich innerhalb von fünf Jahren ohne neue Gesundheitsprüfung aufstocken.
  • Ein Selbstbehalt zwischen 300 und 1.200 Euro kann deinen monatlichen Beitrag um teils 100 Euro senken.
  • Eine Anwartschaftsversicherung sichert dir bei einer vorübergehenden Rückkehr in die GKV die spätere PKV-Aufnahme ohne erneute Gesundheitsprüfung.
  • Bei drei Monaten Beitragsrückstand droht der Notlagentarif mit nur noch minimaler Absicherung.

Warum ist ein schwankendes Einkommen für die PKV kein Hindernis?

Weil die Beitragsberechnung unabhängig vom Einkommen erfolgt. Anders als bei der freiwilligen GKV, wo jede Einkommensschwankung über den nächsten Steuerbescheid wieder in den Beitrag einfließt, bleibt deine PKV-Prämie über die Vertragslaufzeit stabil, solange sich Tarif und Leistungen nicht ändern.

Das bedeutet allerdings auch, dass ein zu hoch gewählter Tarif in einer einkommensschwachen Gründungsphase überproportional ins Gewicht fällt. Die Lösung liegt nicht darin, die PKV zu meiden, sondern den Tarif von Anfang an realistisch an die eigene Situation anzupassen.

Welche Tarifoptionen senken deinen Beitrag in der Gründungsphase?

Zwei Stellschrauben helfen dabei am meisten: der Selbstbehalt und die Wahl eines Einsteigertarifs. Ein Selbstbehalt zwischen 300 und 1.200 Euro pro Jahr senkt die monatliche Prämie spürbar, teils um die 100 Euro, weil du kleinere Behandlungskosten selbst trägst und nur größere Ausgaben über die Versicherung laufen.

Einsteigertarife orientieren sich bewusst am Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenversicherung und kosten dadurch deutlich weniger als ein umfassender Volltarif. Der entscheidende Vorteil: Viele Versicherer erlauben eine Aufstockung auf einen besseren Tarif innerhalb von fünf Jahren ohne erneute Gesundheitsprüfung, sodass du später nachrüsten kannst, sobald sich dein Einkommen stabilisiert hat.

Wie funktioniert die Anwartschaftsversicherung als Sicherheitsnetz?

Die Anwartschaftsversicherung ist eine Art Platzhalter für deinen PKV-Status. Musst du wegen fehlender Aufträge vorübergehend in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren, sichert dir eine kleine Anwartschaftsprämie zu, dass du später ohne neue Gesundheitsprüfung und ohne neue Wartezeiten in deinen alten PKV-Tarif zurückkehren kannst.

Für Gründer mit einer unsicheren Auftragslage ist das ein wichtiges Instrument, weil es die größte Sorge beim Wechsel entschärft: dass eine zwischenzeitliche Rückkehr in die GKV dich später mit einer neuen, möglicherweise ungünstigeren Risikoprüfung konfrontiert.

Was passiert wenn du deinen Beitrag zeitweise nicht zahlen kannst?

Nach drei Monaten Zahlungsrückstand stellt der Versicherer deinen Vertrag automatisch auf den Notlagentarif um. Dieser kostet nur noch einen Bruchteil des regulären Beitrags, deckt aber lediglich eine medizinische Grundversorgung ab, ähnlich dem Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenversicherung.

Bevor es so weit kommt, lohnt sich der Blick auf Alternativen: ein Tarifwechsel innerhalb desselben Versicherers zu einem günstigeren Tarif, eine vorübergehende Stundung der Beiträge, oder in manchen Fällen ein Rückwechsel in die GKV mit Anwartschaftsversicherung. Sobald offene Beiträge beglichen sind, wechselst du automatisch zurück in deinen ursprünglichen Tarif, ohne dass eine neue Gesundheitsprüfung nötig wird.

Welcher Faktor entscheidet am stärksten über deine Beitragshöhe?

Der gewählte Tarif und der vereinbarte Selbstbehalt bestimmen die Prämie stärker als fast jeder andere Faktor, den du selbst beeinflussen kannst. Zwei Gründer im gleichen Alter und mit vergleichbarem Gesundheitszustand können bei unterschiedlicher Tarifwahl beim Beitrag um mehrere hundert Euro im Monat auseinanderliegen.

Alter und Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss spielen ebenfalls eine Rolle, lassen sich aber im Gegensatz zur Tarifwahl kaum aktiv steuern. Wer früh in seiner Gründungsphase und in jungen Jahren wechselt, sichert sich in der Regel die günstigeren Ausgangsbedingungen.

Solltest du in der Gründungsphase schon wechseln?

Das hängt von deiner erwarteten Einkommensentwicklung ab. Rechnest du mittelfristig mit einem stabilen, über der Zeit steigenden Einkommen, spricht der frühe Einstieg mit einem passenden Einsteigertarif für die PKV, weil du dir die günstigeren Konditionen deines jungen Alters sicherst. Ist deine Auftragslage dagegen noch sehr unklar, kann eine Übergangszeit in der freiwilligen GKV das geringere Risiko sein.

Eine Zwischenlösung, die viele Gründer übersehen: der Einstieg in einen schlanken PKV-Einsteigertarif kombiniert mit der Option, ihn später aufzustocken, sobald sich das Geschäft trägt. So verpasst du nicht den günstigen Einstiegszeitpunkt, ohne dich sofort finanziell zu überfordern. Bei PKV mit System begleiten wir diesen Übergang, vom Einsteigertarif bis zur späteren Aufstockung, damit deine Absicherung mit deinem Geschäft mitwächst.

Welche Unterlagen und Schritte solltest du vor dem Wechsel klären?

  • Eine realistische Prognose deiner Einnahmen für die nächsten zwölf bis 24 Monate, um den passenden Tarif und Selbstbehalt zu wählen.
  • Einen Vergleich der Aufstockungsoptionen verschiedener Einsteigertarife, insbesondere der Fünfjahresfrist ohne neue Gesundheitsprüfung.
  • Eine Klärung, ob eine Anwartschaftsversicherung für deine Situation infrage kommt, falls du mit einer möglichen Rückkehr in die GKV rechnest.
  • Eine wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen, unabhängig vom gewählten Tarifniveau.

Mit dieser Vorbereitung lässt sich der Einstieg in die PKV so gestalten, dass er deine Liquidität in den ersten Monaten nicht überfordert und trotzdem den Weg zu besseren Leistungen offen hält.

Welche Fragen stellen sich noch zu PKV in der Gründungsphase?

Kann ich als Gründer auch komplett auf einen Selbstbehalt verzichten?

Ja, ein Selbstbehalt ist optional, ohne ihn fällt die monatliche Prämie aber entsprechend höher aus.

Verliere ich beim Notlagentarif meinen ursprünglichen Vertrag komplett?

Nein, der ursprüngliche Tarif bleibt im Hintergrund bestehen und wird reaktiviert, sobald die offenen Beiträge beglichen sind.

Zählt eine geplante Aufstockung des Einsteigertarifs als neue Risikoprüfung?

Innerhalb der vereinbarten Frist von meist fünf Jahren in der Regel nicht, danach kann eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich werden.

Lohnt sich für Gründer eher ein Tarif mit hohem oder niedrigem Selbstbehalt?

Das hängt von deiner Liquidität ab: Ein hoher Selbstbehalt senkt die laufenden Kosten, setzt aber voraus, dass du im Ernstfall die höheren Einzelkosten selbst tragen kannst.

Wenn du wissen willst, welcher Einsteigertarif und welcher Selbstbehalt zu deiner Gründungsphase passen, buch dir hier ein kostenloses Erstgespräch mit mir. Ich rechne mit dir durch, wie du auch bei schwankendem Einkommen planbar abgesichert bleibst.

David Spradau
David Spradau
PKV-Berater seit +5 Jahren

David Spradau ist PKV-Spezialist im Experten-Netzwerk der VB Select. Als ausgebildeter Physiotherapeut und Betriebswirt im Gesundheitsmanagement bewertet er Leistungen danach, was im Ernstfall beim Patienten ankommt. Seit über fünf Jahren berät er zur Tarifwahl und zur Tarifoptimierung nach § 204 VVG und hat dabei über 250 Menschen begleitet.

  • Physiotherapeut: Recura Akademie, Abschluss im Jahr 2012
  • Betriebswirt Gesundheitsmanagement: VWA Mecklenburg-Vorpommern, Abschluss im Jahr 2020
  • Bachelor of Business Administration: Steinbeis Hochschule, Abschluss im Jahr 2021
  • Versicherungsfachmann: Industrie- und Handelskammer Leipzig
  • Experte betriebliche Altersvorsorge: Deutsche Versicherungsakademie, Abschluss im Jahr 2023

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David Spradau
David Spradau
PKV-Berater seit +5 Jahren