Welche Vorerkrankungen schließen PKV aus?
Eine feste Ausschlussliste gibt es nicht, jede Gesellschaft bewertet selbst. Was bei einem Versicherer zur Ablehnung führt, kostet beim nächsten nur einen Risikozuschlag. Regelmäßig zur Ablehnung …
Eine feste Ausschlussliste gibt es nicht, jede Gesellschaft bewertet selbst. Was bei einem Versicherer zur Ablehnung führt, kostet beim nächsten nur einen Risikozuschlag.
Regelmäßig zur Ablehnung im Normaltarif führen:
- HIV-Infektion
- aktive Krebserkrankung oder Behandlung innerhalb der vergangenen fünf Jahre
- Multiple Sklerose
- Diabetes Typ 1 sowie insulinpflichtiger Diabetes Typ 2
- schwere psychiatrische Erkrankungen wie Schizophrenie und Psychosen
- laufende Suchterkrankung
- chronische Niereninsuffizienz und Dialysepflicht
- chronische Hepatitis B oder C
- Adipositas ab einem BMI von 40
- schwere Autoimmunerkrankungen wie Morbus Bechterew oder Morbus Crohn
- laufende Psychotherapie oder Depression mit Rückfällen
Kritisch ist außerdem alles, was gerade in Abklärung ist. Läuft eine Diagnostik ohne Ergebnis, stellt die Gesellschaft den Antrag zurück, bis der Befund vorliegt.
Absolut sind diese Grenzen nicht. Zeit und Dokumentation verschieben viel, und es bleiben zwei Auffanglösungen: der Basistarif mit Aufnahmezwang und gedeckeltem Beitrag von rund 1.017 Euro im Jahr 2026 sowie die Öffnungsaktion für Beihilfeberechtigte mit höchstens 30 Prozent Zuschlag.
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