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Zahlt die PKV?

Zahlt die PKV die Gürtelrose-Impfung?

David Spradau
David Spradau Zuletzt aktualisiert: 3. September 2026

In Tarifen, die auf die Ständige Impfkommission verweisen, ja. Diese Empfehlung wurde für Menschen mit erhöhtem Risiko im Jahr 2026 erweitert. Zahlt die PKV für die …

In Tarifen, die auf die Ständige Impfkommission verweisen, ja. Diese Empfehlung wurde für Menschen mit erhöhtem Risiko im Jahr 2026 erweitert.

Zahlt die PKV für die Gürtelrose-Impfung?

Kaum ein Bedingungswerk nennt die Gürtelrose beim Namen. Entscheidend bleibt deshalb die Bauart deines Vorsorgebausteins, denn die meisten Tarife knüpfen an die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission an, und dort steht die Impfung gegen Herpes zoster als Standardimpfung.

Vier Tarife stehen für drei Bauarten:

  • dynamischer Verweis: Die Generali Vario erstattet Impfungen gemäß Empfehlung der Ständigen Impfkommission, sobald die Empfehlung dort steht
  • dynamischer Verweis mit Budget: Die Württembergische A2S_960 deckelt Vorsorge und Schutzimpfungen zusammen auf 500 Euro pro Versicherungsjahr
  • abschließende Liste: Die Allianz 712 nennt Grippe, Wundstarrkrampf, Tollwut, Hepatitis B und Zeckenbiss, die Gürtelrose fehlt
  • über die Programme hinaus: Die ARAG 210 erstattet Impfungen ohne Beschränkung auf gesetzliche Programme

Bei einer abschließenden Liste hilft die Nachfrage beim Versicherer. Viele Häuser erstatten die Impfung trotzdem, weil sie ihre Kulanzlisten laufend an die Empfehlungen anpassen.

Voraussetzungen, damit die PKV für die Gürtelrose-Impfung zahlt

Wo der Tarif an die Ständige Impfkommission anknüpft, entscheidet deren Empfehlung zum Zeitpunkt der Impfung. Sie sieht den adjuvantierten Totimpfstoff vor.

Kläre diese vier Punkte:

  • Verweist der Tarif dynamisch auf die Impfkommission oder auf eine feste Liste?
  • Erfolgt die Impfung als Standardimpfung ab 60 Jahren oder wegen eines erhöhten Risikos?
  • Deckt der Tarif beide Dosen, denn der Schutz braucht zwei Impfungen
  • Rechnet die Praxis Impfstoff und ärztliche Leistung getrennt ab?

Den Löwenanteil macht der Impfstoff aus. Bei zwei Dosen kommen schnell mehrere hundert Euro zusammen, was Tarife mit einem gedeckelten Vorsorgebudget wie die Württembergische spürbar belastet.

Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei der Gürtelrose-Impfung?

Als Standardimpfung zahlt sie allen ab 60 Jahren die Impfung mit dem adjuvantierten Totimpfstoff. Grundlage bildet die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, die der Gemeinsame Bundesausschuss in die Schutzimpfungs-Richtlinie übernommen hat.

Für Menschen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko wurde die Empfehlung ausgeweitet. Sie gilt nun bereits ab 18 Jahren, etwa bei angeborener oder erworbener Immunschwäche und bei schweren Ausprägungen chronischer Grunderkrankungen. Der Leistungsanspruch der gesetzlich Versicherten folgt dieser Änderung.

David Spradau
David Spradau
PKV-Berater seit +5 Jahren

David Spradau ist PKV-Spezialist im Experten-Netzwerk der VB Select. Als ausgebildeter Physiotherapeut und Betriebswirt im Gesundheitsmanagement bewertet er Leistungen danach, was im Ernstfall beim Patienten ankommt. Seit über fünf Jahren berät er zur Tarifwahl und zur Tarifoptimierung nach § 204 VVG und hat dabei über 250 Menschen begleitet.

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