Zahlt die PKV eine Gleitsichtbrille?
Ja, über dasselbe Sehhilfenbudget wie jede andere Brille. Einzelne Tarife setzen für Mehrstärkengläser sogar einen höheren Betrag an. Zahlt die PKV für eine Gleitsichtbrille? Die meisten …
Ja, über dasselbe Sehhilfenbudget wie jede andere Brille. Einzelne Tarife setzen für Mehrstärkengläser sogar einen höheren Betrag an.
Zahlt die PKV für eine Gleitsichtbrille?
Die meisten Tarife unterscheiden gar nicht zwischen Einstärken- und Gleitsichtgläsern. Sie nennen einen Betrag für Sehhilfen, und daraus zahlst du, was anfällt. Weil Gleitsichtgläser teurer ausfallen, erschöpft sich das Budget dort schneller.
Die AXA Vision 2 staffelt dagegen ausdrücklich nach Glasart und erstattet 110 Euro für das Gestell, dazu:
- bis sechs Dioptrien: bis 200 Euro für ein Paar Einstärkengläser, bis 650 Euro für ein Paar Mehrstärkengläser
- ab sechs Dioptrien: bis 570 Euro für ein Paar Einstärkengläser, bis 825 Euro für ein Paar Mehrstärkengläser
- Kontaktlinsen entsprechend: bis 310 Euro einstärkig und bis 760 Euro mehrstärkig, ab sechs Dioptrien 680 beziehungsweise 935 Euro
- Anspruch einmal innerhalb von zwei Jahren oder bei Änderung der Sehstärke
Mehrstärkengläser heißen im Fachwortlaut Gleitsicht- und Bifokalgläser. Wo ein Tarif so staffelt, liegt der Betrag für Gleitsicht mehr als dreimal so hoch wie für Einstärkengläser.
Ohne Staffelung zählt der reine Höchstbetrag. Die Barmenia VA 100 stellt 416 Euro bereit und ab 8 Dioptrien 624 Euro, die Allianz 769 410 Euro alle 24 Monate. Für eine gute Gleitsichtbrille deckt das je nach Ausführung die Hälfte bis zwei Drittel.
Voraussetzungen, damit die PKV für eine Gleitsichtbrille zahlt
Nötig bleibt eine medizinisch begründete Korrektur für Ferne und Nähe. Alterssichtigkeit genügt dafür, sie gilt als Fehlsichtigkeit im Sinne der Bedingungen.
Achte auf diese vier Punkte:
- Verordnung oder Sehstärkenbestimmung weist den Bedarf für Ferne und Nähe aus
- Wiederbeschaffungsfrist des Tarifs ist abgelaufen oder die Sehstärke hat sich geändert
- Höchstbetrag deckt Gläser und Gestell zusammen ab, sofern der Tarif nicht getrennt staffelt
- Entspiegelung, Tönung und Härtung laufen als Mehrkosten gegen denselben Betrag
Reicht das Budget nicht, sieh dir den Abrechnungszeitraum an. Bei einer Frist über zwei Kalenderjahre lässt sich die Anschaffung mitunter so legen, dass zwei Budgets zusammenkommen.
Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei einer Gleitsichtbrille?
Für die Mehrkosten der Gleitsicht kommt sie nicht auf. Besteht überhaupt ein Anspruch nach § 33 SGB V, also bei über sechs Dioptrien, über vier Dioptrien Hornhautverkrümmung oder schwerer Sehbeeinträchtigung, bezieht er sich auf die Gläser im Rahmen der Versorgungsverträge. Bei Mehrstärkengläsern zählt dafür der Fernteil.
Den Aufpreis für die Gleitsichtausführung und das Gestell zahlst du in der gesetzlichen Kasse selbst. Verordnungsfähig bleiben Mehrstärkengläser ergänzend zu Kontaktlinsen bei Aphakie und Pseudophakie, also nach Entfernung oder Ersatz der Augenlinse.
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