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Zahlt die PKV?

Zahlt die PKV ein Blutbild?

David Spradau
David Spradau Zuletzt aktualisiert: 3. September 2026

Ja, bei ärztlicher Veranlassung ohne Weiteres. Und im Rahmen der Vorsorge geht die PKV oft deutlich über die gesetzliche Kasse hinaus. Zahlt die PKV für ein …

Ja, bei ärztlicher Veranlassung ohne Weiteres. Und im Rahmen der Vorsorge geht die PKV oft deutlich über die gesetzliche Kasse hinaus.

Zahlt die PKV für ein Blutbild?

Ein Blutbild bildet eine ärztliche Leistung nach der Gebührenordnung für Ärzte. Ordnet der Arzt es zur Abklärung von Beschwerden an, fällt es unter die ambulante Heilbehandlung und läuft zum Satz deines Tarifs.

Spannender wird die Vorsorge ohne konkreten Verdacht. Die HanseMerkur VKEH nennt das Blutbild dort in gleich vier Bausteinen:

  • erweiterte Krebsvorsorge einmal in drei Jahren mit Blutentnahme, Blutbild und Differenzialblutbild, für Frauen ab dem 20. und für Männer ab dem 45. Lebensjahr
  • Vorsorge mit Lungenfunktionsprüfung, Belastungs-EKG, Blutsenkung, Blutbild und Differenzialblutbild ab dem 20. Lebensjahr, einmal in vier Jahren
  • dieselbe Untersuchung ab dem 35. Lebensjahr, dann einmal in zwei Jahren
  • Glaukom-Früherkennung ab 45 und Doppler-Sonographie zur Schlaganfallvorsorge ab 55, jeweils einmal in drei Jahren

Andere Tarife formulieren allgemeiner. Die DKV PremiumMed PMN 1R erstattet Vorsorgeuntersuchungen nach gesetzlich eingeführten Programmen ohne Altersgrenzen und ohne Untersuchungsintervalle und stellt zusätzlich 500 Euro pro Kalenderjahr für weitere Vorsorgeuntersuchungen und Präventionskurse bereit.

Voraussetzungen, damit die PKV für ein Blutbild zahlt

Bei Beschwerden genügt die ärztliche Anordnung. Ohne Beschwerden entscheidet der Vorsorgebaustein deines Tarifs.

Behalte diese vier Punkte im Blick:

  • Laborleistungen deckeln viele Tarife auf den Höchstsatz der GOÄ, die HanseMerkur KVE3 etwa auf das 1,3-fache
  • Ein Selbstbehalt gilt bei vielen Tarifen auch für Vorsorgeleistungen, so ausdrücklich bei der SDK A80
  • Bei Primärarzttarifen sinkt die Erstattung, wenn du ohne Überweisung direkt zum Facharzt gehst
  • Erstattete Vorsorgeleistungen können die Beitragsrückerstattung kosten, andere Tarife nehmen sie ausdrücklich aus

Beim letzten Punkt lohnt eine eigene Rechnung. Wer eine Rückerstattung von mehreren Monatsbeiträgen erwartet, reicht ein Blutbild für 30 Euro besser nicht ein.

Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei einem Blutbild?

Bei einer konkreten Fragestellung zahlt sie das Labor als Teil der ärztlichen Behandlung. Ohne Anlass greift die Gesundheitsuntersuchung nach § 25 SGB V, einmalig zwischen 18 und 34 Jahren und ab 35 alle drei Jahre.

Deren Blutwerte fallen eng aus. Untersucht werden Gesamtcholesterin, LDL, HDL, Triglyzeride und Nüchternglukose, dazu der Urin auf Eiweiß, Glukose, Nitrit sowie rote und weiße Blutkörperchen. Einmalig kommt ein Screening auf Hepatitis B und C hinzu. Ein großes Blutbild gehört nicht dazu und läuft als Selbstzahlerleistung.

David Spradau
David Spradau
PKV-Berater seit +5 Jahren

David Spradau ist PKV-Spezialist im Experten-Netzwerk der VB Select. Als ausgebildeter Physiotherapeut und Betriebswirt im Gesundheitsmanagement bewertet er Leistungen danach, was im Ernstfall beim Patienten ankommt. Seit über fünf Jahren berät er zur Tarifwahl und zur Tarifoptimierung nach § 204 VVG und hat dabei über 250 Menschen begleitet.

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