Zahlt die PKV ein Hörgerät?
Ja, und meist mit einem eigenen Höchstbetrag je Ohr. 5.090 der 8.831 Tarife nennen Hörhilfen ausdrücklich in ihrem Hilfsmittelkatalog. Zahlt die PKV für ein Hörgerät? Hörhilfen …
Ja, und meist mit einem eigenen Höchstbetrag je Ohr. 5.090 der 8.831 Tarife nennen Hörhilfen ausdrücklich in ihrem Hilfsmittelkatalog.
Zahlt die PKV für ein Hörgerät?
Hörhilfen stehen in fast jedem Hilfsmittelkatalog, allerdings mit sehr unterschiedlichen Beträgen. Weil ein gutes Hörgerät je Ohr schnell 1.500 bis 3.000 Euro kostet, entscheidet dieser Betrag über deinen Eigenanteil.
Sieben Tarife spannen den Rahmen auf:
- NÜRNBERGER TOP6: bis 2.250 Euro pro Hörhilfe, dazu 2.250 Euro für Schlafapnoegeräte und 800 Euro für Blutgerinnungsmessgeräte
- Gothaer MediCompact Premium 960: bis 1.500 Euro für Hörgeräte pro Ohr
- Allianz GSZ100A: bis 1.500 Euro pro Hörhilfe und bis 3.000 Euro für knochenverankerte Hörhilfen
- AXA VZ600-U: bis 1.450 Euro für Hörhilfen pro Ohr, dazu 2.450 Euro für elektronische Lesegeräte
- INTER A 120: 75 Prozent für Hörhilfen bis 1.280 Euro Rechnungsbetrag
- UKV GesundheitPRIVAT Kompakt: 100 Prozent für Hörhilfen einschließlich Otoplastik je Ohr bis 1.200 Euro innerhalb von fünf Kalenderjahren
- Allianz AktiMed Start 90: 100 Prozent für Hörhilfen, höchstens 1.000 Euro pro Hörhilfe
Ein offener Hilfsmittelkatalog wiegt hier schwerer als jeder Höchstbetrag. Die ARAG 21P90 erstattet Hilfsmittel zu 100 Prozent und verlangt lediglich ab 1.000 Euro Rechnungsbetrag eine vorherige Zusage.
Voraussetzungen, damit die PKV für ein Hörgerät zahlt
Nötig bleibt eine ärztliche Verordnung, in der Regel vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt, gestützt auf ein Audiogramm. Die Anpassung übernimmt der Hörakustiker.
Kläre vor dem Kauf diese fünf Punkte:
- Höchstbetrag je Ohr und die Frist bis zur nächsten Versorgung, häufig fünf oder sechs Jahre
- Steckt die Otoplastik im Betrag oder rechnet der Tarif sie gesondert?
- Verlangt der Tarif eine vorherige Zusage, und ab welchem Rechnungsbetrag?
- Bietet der Versicherer einen Bezug über eigene Partner mit höherer Erstattung an?
- Zählen Hörhilfen gegen ein gemeinsames Hilfsmittelbudget?
Der vorletzte Punkt bringt oft die größte Wirkung. Mehrere Tarife erstatten 100 statt 80 Prozent, wenn du das Hilfsmittel über den Versicherer beziehst, so ausdrücklich die Generali KS 500.
Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei einem Hörgerät?
Sie zahlt einen Festbetrag, der seit dem 1. April 2022 gilt und sämtliche Leistungen des Hörakustikers einschließlich Anpassung und Nachbetreuung abdeckt. Für die beidohrige Standardversorgung mit Otoplastik stehen 1.603,81 Euro brutto bereit, einseitig 964,50 Euro.
Bei an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit liegen die Beträge höher, nämlich bei 1.668,94 Euro beidseitig und 1.024,67 Euro einseitig. Dazu kommt die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro je Hörgerät, höchstens 20 Euro für beide Ohren. Wählst du ein teureres Gerät, trägst du die Differenz selbst.
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