Zahlt die PKV Zahnersatz?
Ja, und meist deutlich mehr als die gesetzliche Kasse. Den Satz nennt dein Tarif, und er reicht von 50 bis 100 Prozent. Zahlt die PKV für …
Ja, und meist deutlich mehr als die gesetzliche Kasse. Den Satz nennt dein Tarif, und er reicht von 50 bis 100 Prozent.
Zahlt die PKV für Zahnersatz?
Zahnersatz steht in jedem Volltarif, allerdings mit einem eigenen Prozentsatz. Unter den 8.583 Tarifen der Tarifdatenbank mit einer Angabe dazu erstatten 2.462 Tarife 80 Prozent, 1.748 Tarife 60 Prozent und 1.285 Tarife 75 Prozent.
Fünf Tarife zeigen die ganze Bandbreite:
- Allianz GSZ100A: Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie je 100 Prozent, Abrechnung auch über die Höchstsätze der GOZ hinaus
- Continentale VS 100 B: Zahnbehandlung 100 Prozent, Zahnersatz 80 Prozent, Inlays 100 Prozent
- HanseMerkur KVE3: Zahnbehandlung 100 Prozent, Zahnersatz 80 Prozent
- ARAG 548: Zahnbehandlung und Zahnersatz je 70 Prozent
- Continentale Z2: Zahnersatz 50 Prozent
Zum Zahnersatz zählen die Bedingungen üblicherweise Kronen, Brücken, Verblendungen, Inlays, Onlays, Implantate einschließlich Knochenaufbau sowie Funktionsanalyse und Funktionstherapie. Material- und Laborkosten laufen häufig über einen eigenen Prozentsatz, den 2.485 Tarife auf 80 Prozent setzen.
Voraussetzungen, damit die PKV für Zahnersatz zahlt
Neben dem Prozentsatz entscheidet vor allem die Summenbegrenzung der ersten Jahre. Sie deckelt den Rechnungsbetrag unabhängig davon, wie hoch dein Erstattungssatz ausfällt.
Prüfe vor der Behandlung diese fünf Punkte:
- Heil- und Kostenplan einreichen, wo der Tarif ihn verlangt. Die Allianz VSP600 kürzt sonst auf 50 Prozent der Leistung
- Summenbegrenzung der Anfangsjahre beachten, die SIGNAL IDUNA ZN50 etwa 3.650 Euro im ersten, 5.110 Euro im zweiten und 6.570 Euro im dritten Versicherungsjahr
- Gebührenrahmen klären, weil viele Tarife nur bis zum 3,5-fachen Satz der GOZ erstatten
- Wartezeit nach Vertragsbeginn abwarten, sofern der Tarif eine vorsieht
- Material- und Laborkosten getrennt betrachten, sie folgen oft einem eigenen Satz
Ein Tarif ohne Summenbegrenzung wiegt bei größeren Sanierungen schwerer als ein paar Prozentpunkte mehr. In der Tarifdatenbank tragen 243 Tarife den Vermerk keine Summenbegrenzung, die Württembergische Z3 dagegen staffelt von 600 Euro im ersten bis 2.400 Euro in den ersten vier Versicherungsjahren.
Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei Zahnersatz?
Sie zahlt einen befundorientierten Festzuschuss nach § 55 SGB V. Maßgeblich zählt der Befund, nicht die gewählte Versorgung. Der Zuschuss beträgt 60 Prozent der Regelversorgung, mit fünf Jahren lückenlosem Bonusheft 70 Prozent und mit zehn Jahren 75 Prozent.
Bei nachgewiesener Härte trägt die Kasse die Regelversorgung vollständig. Wählst du eine höherwertige Lösung, bleibt der Zuschuss gleich und die Differenz trägst du selbst. Zum 1. Januar 2026 hat der Gemeinsame Bundesausschuss die Festzuschussbeträge um 4,34 Prozent angehoben.
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