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Zahlt die PKV?

Zahlt die PKV eine Zahnspange?

David Spradau
David Spradau Zuletzt aktualisiert: 3. September 2026

Ja, und ohne die Altersgrenze und die Einstufungshürde der gesetzlichen Kasse. Den Erstattungssatz nennt dein Tarif. Zahlt die PKV für eine Zahnspange? Kieferorthopädie bildet ein eigenes …

Ja, und ohne die Altersgrenze und die Einstufungshürde der gesetzlichen Kasse. Den Erstattungssatz nennt dein Tarif.

Zahlt die PKV für eine Zahnspange?

Kieferorthopädie bildet ein eigenes Merkmal im Tarif. Von den 8.560 Tarifen der Tarifdatenbank mit einer Angabe erstatten 2.100 Tarife 80 Prozent, 1.603 Tarife 60 Prozent und 1.137 Tarife 75 Prozent.

Fünf Tarife unterscheiden sich weniger im Satz als in den Nebenbedingungen:

Für Familien zählt vor allem, dass die private Krankenversicherung keine Einstufung nach kieferorthopädischen Indikationsgruppen kennt. Auch eine Fehlstellung, die in der gesetzlichen Kasse leer ausgeht, bleibt hier erstattungsfähig, sofern sie medizinisch begründet erscheint.

Voraussetzungen, damit die PKV für eine Zahnspange zahlt

Nötig bleibt eine medizinisch begründete Fehlstellung, festgestellt vom Kieferorthopäden. Rein ästhetische Korrekturen fallen heraus.

Erledige vor Behandlungsbeginn diese fünf Punkte:

  • Heil- und Kostenplan einreichen, viele Tarife machen ihn zur Bedingung
  • Altersgrenze des Tarifs prüfen, manche Häuser erstatten nur bis zum 18. oder 20. Lebensjahr
  • Summenbegrenzung der ersten Versicherungsjahre beachten, die Württembergische Z3 etwa staffelt von 600 Euro im ersten bis 2.400 Euro in den ersten vier Versicherungsjahren
  • Wartezeit abwarten, sofern der Tarif eine vorsieht
  • Vertragsbeginn vor dem Auftreten der Fehlstellung nachweisen, sonst greift der Ausschluss für bekannte Behandlungsbedürftigkeit

Bei Neugeborenen hilft die Nachversicherungsgarantie nach § 198 VVG. Meldest du das Kind binnen zwei Monaten nach der Geburt an, entfällt die Gesundheitsprüfung, und spätere Fehlstellungen bleiben mitversichert.

Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei einer Zahnspange?

Nur bei erheblicher Fehlstellung und nur bei Kindern und Jugendlichen. Nach § 29 SGB V zahlt die Kasse ab der kieferorthopädischen Indikationsgruppe 3, die Stufen 1 und 2 gehen leer aus. Die Behandlung muss vor dem 18. Geburtstag beginnen.

Die Kasse übernimmt zunächst 80 Prozent der vertragszahnärztlichen Kosten. Die restlichen 20 Prozent legen die Eltern aus und bekommen sie nach erfolgreichem Abschluss erstattet. Ist ein zweites Kind gleichzeitig in Behandlung, sinkt der Eigenanteil dort auf 10 Prozent.

David Spradau
David Spradau
PKV-Berater seit +5 Jahren

David Spradau ist PKV-Spezialist im Experten-Netzwerk der VB Select. Als ausgebildeter Physiotherapeut und Betriebswirt im Gesundheitsmanagement bewertet er Leistungen danach, was im Ernstfall beim Patienten ankommt. Seit über fünf Jahren berät er zur Tarifwahl und zur Tarifoptimierung nach § 204 VVG und hat dabei über 250 Menschen begleitet.

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David Spradau
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