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Zahlt die PKV?

Zahlt die PKV eine Stoßwellentherapie?

David Spradau
David Spradau Zuletzt aktualisiert: 3. September 2026

In der Regel ja, bei medizinischer Notwendigkeit als ärztliche Behandlung. Die gesetzliche Kasse zahlt nur bei einer einzigen Indikation. Zahlt die PKV für eine Stoßwellentherapie? Die …

In der Regel ja, bei medizinischer Notwendigkeit als ärztliche Behandlung. Die gesetzliche Kasse zahlt nur bei einer einzigen Indikation.

Zahlt die PKV für eine Stoßwellentherapie?

Die extrakorporale Stoßwellentherapie bildet eine ärztliche Leistung und läuft über die Gebührenordnung für Ärzte. Ordnet der Arzt sie zur Behandlung an, greift der Erstattungssatz deines Tarifs für ambulante Behandlung.

Weil die Methode in keinem der 8.831 Tarife wörtlich vorkommt, entscheidet die allgemeine Klausel. Vier Formulierungen wirken dabei unterschiedlich:

  • Tarife mit dem Zusatz, dass auch in der Praxis bewährte Methoden mitversichert sind, tragen Verfahren, die schulmedizinisch noch nicht allgemein anerkannt sind, etwa die Hallesche CAN 3
  • Tarife mit dem Vermerk auch über die Höchstsätze der GOÄ hinaus decken die höheren Steigerungssätze, mit denen Orthopäden diese Leistung häufig abrechnen. In der Tarifdatenbank tragen 418 Tarife diesen Vermerk
  • Tarife mit einem gemeinsamen Budget für ärztliche Behandlung und Arzneimittel deckeln dagegen, die Hallesche CAN 3 etwa bei 5.400 Euro zu 75 Prozent
  • Primärarzttarife wie die Allianz VSi kürzen auf 80 Prozent, wenn die Erstbehandlung nicht über den benannten Hausarzt läuft

Die Stoßwellentherapie gehört zu den Leistungen, bei denen Versicherer die medizinische Notwendigkeit gern hinterfragen. Eine dokumentierte Vorbehandlung stärkt deine Position erheblich.

Voraussetzungen, damit die PKV für eine Stoßwellentherapie zahlt

Maßgeblich zählt die medizinische Notwendigkeit nach § 192 VVG. Sie steht umso besser begründet da, je klarer die vorherigen Behandlungsversuche dokumentiert sind.

Achte vor der ersten Sitzung auf fünf Punkte:

  • ärztliche Diagnose mit Befund, etwa Fersensporn, Kalkschulter oder Tennisellenbogen
  • Dokumentation der bisherigen konservativen Behandlung und ihres Ergebnisses
  • Kostenzusage des Versicherers vor Beginn der Serie
  • Rechnung mit Gebührenziffern und Angabe des Steigerungssatzes
  • Klärung, ob dein Tarif Steigerungssätze über dem Regelhöchstsatz trägt

Bei mehreren Sitzungen summiert sich der Betrag schnell. Üblich kosten 100 bis 300 Euro je Sitzung, und drei bis fünf Sitzungen bilden den Regelfall.

Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei einer Stoßwellentherapie?

Seit dem 1. Januar 2019 zählt die extrakorporale Stoßwellentherapie bei Fersenschmerz durch plantare Fasciitis als Kassenleistung. Der Gemeinsame Bundesausschuss hatte das am 19. April 2018 beschlossen.

Der Anspruch bleibt eng gefasst. Der Fersenschmerz muss die gewohnte körperliche Aktivität seit mindestens sechs Monaten eingeschränkt haben, und in dieser Zeit müssen verschiedene konservative Ansätze einschließlich Dehnübungen und Schuheinlagen ohne relevante Besserung geblieben sein. Erbringen dürfen die Leistung nur Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie für Physikalische und Rehabilitative Medizin. Bei Kalkschulter, Tennisellenbogen oder anderen Indikationen bleibt die Behandlung eine Selbstzahlerleistung.

David Spradau
David Spradau
PKV-Berater seit +5 Jahren

David Spradau ist PKV-Spezialist im Experten-Netzwerk der VB Select. Als ausgebildeter Physiotherapeut und Betriebswirt im Gesundheitsmanagement bewertet er Leistungen danach, was im Ernstfall beim Patienten ankommt. Seit über fünf Jahren berät er zur Tarifwahl und zur Tarifoptimierung nach § 204 VVG und hat dabei über 250 Menschen begleitet.

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