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Zahlt die PKV?

Zahlt die PKV eine Hyposensibilisierung?

David Spradau
David Spradau Zuletzt aktualisiert: 3. September 2026

Ja. Die spezifische Immuntherapie behandelt eine Allergie und bildet damit eine Heilbehandlung im Sinne der Bedingungen. Zahlt die PKV für eine Hyposensibilisierung? Bei der Hyposensibilisierung fallen …

Ja. Die spezifische Immuntherapie behandelt eine Allergie und bildet damit eine Heilbehandlung im Sinne der Bedingungen.

Zahlt die PKV für eine Hyposensibilisierung?

Bei der Hyposensibilisierung fallen zwei Kostenblöcke an, und beide bleiben erstattungsfähig: die ärztliche Leistung nach der Gebührenordnung für Ärzte und das Allergenpräparat als Arzneimittel.

Vier Tarife regeln Arzneimittel sehr unterschiedlich:

  • NÜRNBERGER TOP2: Arzneimittel zusammen mit Hilfsmitteln, Heilmitteln und Verbandmitteln bis 2.045 Euro pro Versicherungsjahr zu 80 Prozent, darüber zu 100 Prozent
  • Hallesche CAN 3: Arznei- und Verbandmittel gemeinsam mit der ärztlichen Behandlung bis 5.400 Euro zu 75 Prozent, darüber zu 100 Prozent
  • Hallesche PRIMO SB 1 plus: Impfstoffe im Rahmen der Arzneimittelerstattung bis 2.000 Euro zu 75 Prozent, darüber zu 100 Prozent
  • DKV VollMed M4-BR4: Erstattung ohne Betragsgrenze, sofern die Mittel medizinisch notwendig sind und ärztlich verordnet wurden

Eine Therapie läuft über drei Jahre, und die Präparate machen den größten Teil der Kosten aus. Wer ein gedeckeltes Arzneimittelbudget hat, rechnet den Jahresbedarf vorher gegen.

Voraussetzungen, damit die PKV für eine Hyposensibilisierung zahlt

Die Allergie muss nachgewiesen sein, und das Präparat muss zur festgestellten Sensibilisierung passen. Ohne Testergebnis fehlt die Grundlage.

Bring diese fünf Punkte zusammen:

  • Allergietest mit dokumentiertem Ergebnis, etwa Pricktest oder spezifisches IgE
  • ärztliche Indikation und Verordnung des Präparats
  • Behandlung durch einen entsprechend qualifizierten Arzt
  • Arzneimittelbudget des Tarifs für den Dreijahreszeitraum eingeplant
  • Selbstbeteiligung eingerechnet, denn sie greift auch für die Präparate und ist meist schon im ersten Quartal ausgeschöpft

Bei einem Tarif mit prozentualer Beteiligung an Arzneimitteln rechne über die volle Therapiedauer. Drei Jahre Präparat kosten je nach Allergen mehrere tausend Euro.

Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei einer Hyposensibilisierung?

Sie trägt die Therapie bei nachgewiesener Allergie vollständig. Die ärztliche Leistung rechnet der Arzt über die Kassenärztliche Vereinigung ab, die Präparate verordnet er auf Rezept.

Fällig wird die übliche Zuzahlung auf verordnete Arzneimittel, also 10 Prozent des Preises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro je Packung. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bleiben befreit. Wer seine Belastungsgrenze erreicht, kann sich für den Rest des Jahres befreien lassen.

David Spradau
David Spradau
PKV-Berater seit +5 Jahren

David Spradau ist PKV-Spezialist im Experten-Netzwerk der VB Select. Als ausgebildeter Physiotherapeut und Betriebswirt im Gesundheitsmanagement bewertet er Leistungen danach, was im Ernstfall beim Patienten ankommt. Seit über fünf Jahren berät er zur Tarifwahl und zur Tarifoptimierung nach § 204 VVG und hat dabei über 250 Menschen begleitet.

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David Spradau
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