Zahlt die PKV eine Reha?
Nur, wenn der Tarif es ausdrücklich vorsieht. Die Musterbedingungen schließen Rehabilitationsmaßnahmen aus, machen bei der Anschlussheilbehandlung aber eine wichtige Ausnahme. Zahlt die PKV für eine Reha? …
Nur, wenn der Tarif es ausdrücklich vorsieht. Die Musterbedingungen schließen Rehabilitationsmaßnahmen aus, machen bei der Anschlussheilbehandlung aber eine wichtige Ausnahme.
Zahlt die PKV für eine Reha?
In § 5 Absatz 1 Buchstabe d der Musterbedingungen steht, dass keine Leistungspflicht für Kur- und Sanatoriumsbehandlung sowie für Rehabilitationsmaßnahmen der gesetzlichen Rehabilitationsträger besteht, wenn der Tarif nichts anderes vorsieht. Damit beginnt jede Prüfung.
Die Ausnahme daneben betrifft die Anschlussheilbehandlung und wirkt in vier Punkten:
- Der Ausschluss greift nicht bei der ambulanten und stationären medizinisch notwendigen Anschlussheilbehandlung
- Leistung besteht, wenn der Versicherer vor Beginn schriftlich zugesagt hat
- oder für die ersten drei Wochen einer Anschlussheilbehandlung, die innerhalb von 28 Tagen nach einer stationären Akutbehandlung beginnt
- Voraussetzung bleibt eine Einrichtung, die ein gesetzlicher Rehabilitationsträger für die jeweilige Anschlussheilbehandlung anerkannt hat
Für die klassische Reha ohne vorherigen Klinikaufenthalt bleibt es beim Ausschluss, sofern dein Tarif sie nicht ausdrücklich nennt. Die Leistungsmerkmale der Tarifdatenbank führen dazu kein eigenes Feld, weshalb du ins Bedingungswerk sehen musst.
Voraussetzungen, damit die PKV für eine Reha zahlt
Am stärksten wirkt die schriftliche Zusage vor Beginn. Sie hebt den Ausschluss auf und bindet den Versicherer.
Gehe diese fünf Schritte:
- Antrag mit ärztlicher Begründung stellen, bevor die Maßnahme beginnt
- Bei Anschlussheilbehandlung die Frist von 28 Tagen nach der Akutbehandlung einhalten
- Einrichtung wählen, die ein gesetzlicher Rehabilitationsträger anerkannt hat
- Abgrenzung zur Krankenhausbehandlung dokumentieren, denn es zählt die Ausgestaltung der Behandlung samt äußerem Rahmen
- Tarifliche Sonderregelungen prüfen, einzelne Häuser leisten für Reha ausdrücklich
Die Abgrenzung zwischen Krankenhaus- und Sanatoriumsbehandlung entscheidet häufig den Streit. Läuft die Behandlung wie eine Akutbehandlung ab, greift der Ausschluss nicht. Einzelne Anwendungen während der Maßnahme laufen dann über den Heilmittelbaustein, bei der NÜRNBERGER TOP2 mit 2.045 Euro pro Versicherungsjahr zu 80 Prozent und darüber zu 100 Prozent.
Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei einer Reha?
Sie trägt die medizinische Rehabilitation nach § 40 SGB V, wenn die ambulante ärztliche Versorgung nicht ausreicht. Häufig übernimmt allerdings die Deutsche Rentenversicherung, nämlich dann, wenn es um den Erhalt der Erwerbsfähigkeit geht.
Bei stationärer Reha zahlst du 10 Euro je Tag, bei der Krankenkasse für höchstens 42 Tage im Kalenderjahr. Trägt die Kasse eine Anschlussheilbehandlung, sind es 10 Euro für höchstens 28 Tage. Bei der Rentenversicherung gilt der Betrag für höchstens 42 Tage, bei einer Anschlussrehabilitation für höchstens 14 Tage im Kalenderjahr. Wer die Belastungsgrenze von zwei Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens erreicht, kann sich befreien lassen, chronisch Kranke bereits bei einem Prozent.
Weitere Fragen zu Zahlt die PKV?
Alle 55 FragenWerde heute zum
Privatpatienten.
Ich schaue mir deine Ausgangslage an und zeige dir, welcher Tarif zu deinem Leben passt.