Zahlt die PKV Osteopathie?
In vielen Tarifen ja, meist über den Baustein für Naturheilverfahren mit einem eigenen Jahresbudget. Zahlt die PKV für Osteopathie? Osteopathie zählt in den Bedingungswerken zu den …
In vielen Tarifen ja, meist über den Baustein für Naturheilverfahren mit einem eigenen Jahresbudget.
Zahlt die PKV für Osteopathie?
Osteopathie zählt in den Bedingungswerken zu den Methoden der Naturheilkunde. Wo ein Tarif diese Methoden trägt, bleibt die Behandlung erstattungsfähig, und einzelne Häuser nennen sie beim Namen.
Vier Tarife bauen das unterschiedlich:
- namentlich: Die VRK Premium2 führt Akupunktur, Akupressur, ausleitende Verfahren, bioenergetische Medizin, Chirotherapie, Eigenblutbehandlung, Homöopathie, Neuraltherapie, Osteopathie, Ozontherapie, Reflexzonenmassage, Sauerstoff-Therapie und Shiatsu ausdrücklich als mitversichert
- gestaffeltes Jahresbudget: Die Gothaer MediVita 500 erstattet Naturheilverfahren durch Ärzte und Behandlung durch Heilpraktiker mit höchstens 500 Euro im ersten, 1.000 Euro im zweiten und 2.000 Euro jährlich ab dem dritten Kalenderjahr
- gemeinsames Budget: Die SDK NHu deckelt Ärzte, Heilpraktiker, Arznei- und Heilmittel der Naturheilmedizin zusammen auf 1.000 Euro pro Kalenderjahr
- hohes Budget: Die INTER QualiMed Premium 600 stellt 3.000 Euro Rechnungsbetrag pro Kalenderjahr bereit
Wer die Osteopathie regelmäßig nutzt, sollte auf die Höhe des Budgets achten. Eine Sitzung kostet je nach Region 70 bis 150 Euro, ein Budget von 500 Euro reicht damit für vier bis sieben Termine.
Voraussetzungen, damit die PKV für Osteopathie zahlt
Entscheidend bleibt, wer behandelt und wie abgerechnet wird. Ein Osteopath ohne Heilpraktiker- oder Arztzulassung erfüllt die Anforderungen der Bedingungen in aller Regel nicht.
Kläre vor der ersten Sitzung diese fünf Punkte:
- Behandler ist Arzt oder Heilpraktiker, denn nur dann greift der Baustein für Naturheilverfahren
- Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte oder nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker mit Einzelziffern
- Jahresbudget des Tarifs steht offen, gerade in den ersten Vertragsjahren fällt es oft gestaffelt aus
- Einzelne Tarife verlangen, dass die Methode im Hufelandverzeichnis steht
- Ein ärztlicher Befund stützt die medizinische Notwendigkeit
Die Staffelung der Anfangsjahre übersehen viele. Bei der HanseMerkur KVS3 stehen 100 Euro im ersten, 200 Euro im zweiten und erst ab dem dritten Versicherungsjahr 1.000 Euro jährlich bereit.
Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei Osteopathie?
Zum Regelleistungskatalog gehört die Osteopathie nicht, weil der Gemeinsame Bundesausschuss sie für die vertragsärztliche Versorgung nicht anerkannt hat.
Viele Kassen bezuschussen sie dennoch über Satzungsleistungen nach § 11 Absatz 6 SGB V. Üblich stehen feste Beträge je Sitzung und eine Höchstzahl im Kalenderjahr im Raum, meist gekoppelt an eine ärztliche Empfehlung und an eine Behandlung durch einen entsprechend qualifizierten Therapeuten. Höhe und Bedingungen gehen von Kasse zu Kasse erheblich auseinander.
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